{"id":295,"date":"2016-09-02T10:45:09","date_gmt":"2016-09-02T08:45:09","guid":{"rendered":"http:\/\/web.c-307.maxcluster.net\/shinheae\/?page_id=295"},"modified":"2017-09-19T06:41:17","modified_gmt":"2017-09-19T04:41:17","slug":"2005-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.shin-heae-kang.com\/de\/presse\/2005-2\/","title":{"rendered":"2005"},"content":{"rendered":"<h2>Shin-Heae Kang &#8211; Jede Menge Zwischent\u00f6ne<\/h2>\n<p>&#8222;Wie sie alles auf die Reihe bekommt, ist ein R\u00e4tsel: Die 1987 in Kiel geborene Shin-Heae Kang geht als Oberprimanerin aufs Abitur zu, f\u00e4hrt jede Woche in die Musikhochschule Hannover, gibt Konzerte und hat eine CD aufgenommen, die demn\u00e4chst erscheint (Schubert, Schumann, Liszt). All das braucht gro\u00dfe Disziplin und verantwortungsvolle Begleitung (die ihr die Eltern ebenso geben wie ein r\u00fchriger F\u00f6rderkreis).<\/p>\n<p>Vor allem aber braucht es Talent und die F\u00e4higkeit zur k\u00fcnstlerischen Weiterentwicklung. Beides hat die junge K\u00fcnstlerin in ungew\u00f6hnlichem Ma\u00df. Zwischen dem letzten Kieler Auftritt im Mai (Verein der Musikfreunde) und ihrem j\u00fcngsten Konzert mit \u00fcberwiegend gleichem Programm in der bestens besuchten R\u00e4ucherkate des Freilichtmuseums Molfsee lag ein wichtiges Ereignis: die ehrenvolle Einladung zu einem der legend\u00e4ren sommerlichen Beethoven-Meisterkurse in Positano, die der gro\u00dfe Pianist Wilhlem-Kempff 1957 ins Leben rief. Viele Anregungen hat sich Shin-Heae Kang, die im Kreis ihrer KurskollegInnen mit Abstand die J\u00fcngste war, dort nach eigener Aussage geholt. Nat\u00fcrlich fragt man sich auch als H\u00f6rer des vom Kulturforum Molfsee veranstalteten Klavierabends: Was hat Positano ihrem Musizieren gebracht?<\/p>\n<p>Wie sehr ihr Beethoven-Spiel gewachsen ist, zeigt eindrucksvoll die erst f\u00fcr den Sommerkurs einstudierte Grande Sonate B-Dur op. 22: Gleich zu Beginn stellt Shin-Heae Kang lebhafte Figuration, sensibel gestaltete Kantabilit\u00e4t und motivische Energie fesselnd gegeneinander: Den schroffen Beethoven-Gestus hat sie ebenso zur Hand wie sch\u00f6ne Empfindsamkeit und kultiviertes Legato, die auch das wundersame Adagio w\u00e4rmen. Die Doppelb\u00f6digkeit des Menuetts, die Spannung, die das Rondo zwischen Gesanglichem und Spielerischem herstellt, erfasst sie souver\u00e4n. All das zeugt von Positano-gereifter, verhei\u00dfungsvoller Beethoven-Kompetenz! Die im Mai geh\u00f6rten Werke sind ebenfalls gewachsen: Beethovens Appassionata, Chopins 1. und 4. Ballade, f\u00fcr die die Pianistin feines Gesp\u00fcr hat und Strawinskys gruselschwere Trois mouvements de Petrouchka, in denen sie eine Menge Zwischent\u00f6ne entdeckt\u201c<\/p>\n<p><em>KIELER NACHRICHTEN<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Kultur Forum &#8211; Shin-Heae Kang<\/h2>\n<p>&#8222;F\u00fcr die letzte der Veranstaltung des Jahres 2005 hatte sich das Kulturforum einen besonderen H\u00f6hepunkt vorbehalten: ein Konzert mit der Pianistin Shin-Heae Kang. Viele Besucher in der vollbesetzten R\u00e4ucherkate am Freilichtmuseum kannten Shin-Heae Kang bereits aus ihren fr\u00fcheren Konzerten. Unvergessen, dass Shin-Heae bei einem pl\u00f6tzlichen Stromausfall im Dunkeln weiterspielte und alle Zuh\u00f6rer, als das Licht dann endlich wieder funktionierte, eine echte &#8222;Kleine Nachtmusik&#8220; geh\u00f6rt hatten. In diesem Jahr war die mehrfach ausgezeichnete Pianistin zur Weiterbildung in Positano \/ Italien und erweiterte ihr Repertoire um Werke von Beethoven.<\/p>\n<p>Die gespielten St\u00fccke Sonate op. 22 in B-Dur und Sonate op. 57 in f-moll zeigten das gro\u00dfe Talent und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen: das Spiel baute Spannungen auf und atemberaubend flogen die Finger \u00fcber die Tastatur des Fl\u00fcgels. Nach der Pause folgten mit zwei Balladen von Chopin (Ballade Nr. 1 op. 23 in g-moll und Nr. 4 op. 52 in f-moll) sowie Trois mouvements von Igor Strawinsky ebenfalls schwierige St\u00fccke, die ohne Notenvorlage meisterhaft an die Beethovenst\u00fccke anschlossen. Verst\u00e4ndlich, dass sich die Zuh\u00f6rer mit der Nocturne von Chopin eine Zugabe erklaschten. Wer, wie der Unterzeichner, schon viele Konzerte in den letzten Jahren der 18-j\u00e4hrigen Max-Planck-Sch\u00fclerin geh\u00f6rt hat, ist stets aufs neue von der sich noch immer steigernden Virtuosit\u00e4t von Shin-Heae Kang begeistert.&#8220;<\/p>\n<p><em>KIELER JOURNAL<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Ein Programm auf Leben oder Tod<\/h2>\n<p>&#8222;Shin-Heae Kangs Klavierabend beim Verein der Musikfreunde &#8211; Man erschrickt, wenn man das Programm sieht: Was sich die 18-j\u00e4hrige Ausnahmepianistin Shin-Heae Kang f\u00fcr ihren Meisterklasse-Klavierabend des VdM vorgenommen hat, ist extreme Klavierkost, die f\u00fcr anderthalb Klavierabende reicht. Vor der Pause Bachs 3. Englische Suite, Beethovens Appassionata und Brahms\u00b4 technisch t\u00fcckische Paganini-Variationen. Sp\u00e4ter dann Chopins Balladen Nr. 1 und 4 sowie Strawinskys Trois mouvements de P\u00e9trouchka, eines der schwersten Klavierwerke \u00fcberhaupt. Nach der heftig erklatschten Zugabe, Chopins Nocturne op. 72\/1, erscheint das Publikum am Freitagabend in der \u00fcbervollen Kundenhalle der Sparkasse Kiel ersch\u00f6pfter als die Pianistin.<\/p>\n<p>Wer solch ein Programm f\u00fcrs Konzertexamen w\u00e4hlen wollte, m\u00fcsste enormes Selbstbewusstsein und Nerven wie Stahlseile haben. Shin-Heae spielt all das ein Jahr vorm Abitur. So weit, so gut. Aber wie spielt sie dieses Auf-Tod-und-Leben-Programm?<\/p>\n<p>Wunderbar zeigt sich ihr K\u00f6nnen bei Chopins Balladen, die sie mit klanglich-agogischen Fein- und Freiheiten und der n\u00f6tigen Durchschlagskraft &#8222;erz\u00e4hlt&#8220; \u2013 noch mehr aber in Brahms\u2019 Variationen. Wie schon Ende Januar im Bordesholmer Fr\u00fchjahrskonzert fasziniert es, wie die Pianistin (scheinbar) und H\u00f6rer (ganz real) die klaviertechnischen Zumutungen schlicht vergessen d\u00fcrfen. Shin-Heae Kang sucht und findet jenseits aller virtuosen Drahtseilakte Variations-Edelsteine, die sie mit Delikatesse, Charaktersch\u00e4rfe und Fantasie behandelt. Eine fast erschreckende reife Leistung!<\/p>\n<p>In der Appassionata frappiert dann ihr sicheres klangliches Formgesp\u00fcr: Wie im Kopfsatz die Akkorde von rechter und linker Hand sich gegenseitig antworten, best\u00e4rken und aufstacheln, hat die Pianistin hellwach erfasst. Der langsame Satz wirkt unsentimental beseelt. F\u00fcr Strawinsky hat die Pianistin bemerkenswertes technisches R\u00fcstzeug und Nervenkraft. Ihr P\u00e9trouchka ist eher eine t\u00e4nzerisch-wendige, elegante als eine tragische, von Brutalit\u00e4t gequ\u00e4lte Figur.\u201c<\/p>\n<p><em>KIELER NACHRICHTEN<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Eine hochbegabte Kieler Sprotte<\/h2>\n<p>&#8222;Shin-Heae Kang gibt am Mittwoch ein Klavierkonzert &#8211; Sie sieht nicht so aus. Und ihr Name h\u00f6rt sich nicht so an. Aber sie ist eine &#8222;Kieler Sprotte&#8220; &#8211; die Pianistin Shin-Heae Kang. 1987 als Tochter koreanischer Eltern hoch im Norden Deutschlands geboren, erhielt sie mit drei Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Mit zehn Jahren war sie bereits Vorstudentin in der Klavierklasse von Prof. Manfred Fock an der Musikhochschule in L\u00fcbeck. Mittlerweile hat die Hochbegabte ihre Zulassung f\u00fcr ein ordentliches Studium an der Hochschule f\u00fcr Musik in Hannover bekommen.<\/p>\n<p>Wer das Ausnahmetalent h\u00f6ren m\u00f6chte, sollte am kommenden Mittwoch ins Schlo\u00df Reinbek gehen. Dort gibt die 18j\u00e4hrige ein Konzert mit Werken von Bach, Schumann, Chopin und Brahms. Solokonzerte zu geben, ist f\u00fcr die junge Pianistin nichts ungew\u00f6hnliches. Shin-Heae Kang ist schon mehrfach aufgetreten, auch vor gro\u00dfem Publikum wie in der Hamburger Musikhalle. Aber als wenn die Stipendien und zahlreichen Preise f\u00fcr ihr beeindruckendes Klavierspiel, das sie mit elf Jahren immerhin auf die B\u00fchne der Berliner Philharmonie brachte, nicht genug w\u00e4re, studierte die Koreanerin neben Klavier auch noch Gitarre in L\u00fcbeck. Ergebnis ihres Interesses f\u00fcr das Zupfinstrument: ein erster Preis beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in Berlin in 2000.&#8220;<\/p>\n<p><em>HAMBURGER ABENDBLATT &#8211; PORTRAIT<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Mit 18 Jahren eine gro\u00dfe Pianistin<\/h2>\n<p>&#8222;Shin-Heae Kang begeisterte im B\u00fcrgersaal &#8211; Die junge Pianistin Shin-Heae Kang nahm ihr Konzert im B\u00fcrgersaal des Rathauses sehr ernst. Schon einen Tag vorher kam sie nach Bad Segeberg, um sich mit dem Fl\u00fcgel vertraut zu machen &#8211; Der B\u00fcrgersaal des Rathauses scheint bereits zu klein zu sein f\u00fcr die zierliche, aber trotz ihrer erst 18 Jahre schon gro\u00dfe Pianistin.<\/p>\n<p>An die 180 Besucher erlebten einen eindrucksvollen Beweis der fr\u00fchen musikalischen Reife der geb\u00fcrtigen Kielerin mit koreanischen Eltern. Das Talent von Shin-Heae Kang hatten die Bad Segeberger das erste Mal vor Jahren im Vitalia Seehotel erlebt, und auch beim Konzert-Ring war sie schon einmal zu Gast gewesen. Selbst das Fernsehen wies auf das Konzert der jungen Frau hin, die mitten im Abitur schon die Aufnahmepr\u00fcfung f\u00fcr ein Musikstudium an der Hochschule in Hannover bestanden hat und zum Proben f\u00fcr ihr Konzert extra einen Tag vorher schon mal nach Bad Segeberg gekommen war.<\/p>\n<p>Musik ist das Leben von Shin-Heae Kang, die eine Fr\u00fchf\u00f6rderung f\u00fcr Hochbegabte bekommt. Im pers\u00f6nlichen Kontakt ist sie eine leise, fast scheue und zur\u00fcckhaltende Person; am Fl\u00fcgel verschmilzt sie mit dem Instrument zu einer Einheit von Harmonie und Wohlklang. Shin-Heae Kangs Klavierstil ist eine gute Verbindung verschiedener Fertigkeiten. Sie spielt exakt ohne Noten, aber versteht es trotzdem, den St\u00fccken ihre pers\u00f6nliche Interpretation von Gef\u00fchl und Dynamik zu verleihen.<\/p>\n<p>Robert Schumanns &#8222;Symphonische Et\u00fcden Opus 13&#8220; wurden zu einem farbenfrohen Bild aus Kl\u00e4ngen. Fr\u00e9d\u00e9ric Chopin &#8211; der Komponist schlechthin f\u00fcr Klaviervirtuosen &#8211; lieferte ihr zwei tragisch-dramatische Balladen und eine stimmungsvolle Nocturne. Johannes Brahms ,Studien f\u00fcr Pianoforte: ,Variationen \u00fcber ein Thema von Paganini\u2019 nutzte die junge Pianistin, um ihre Virtuosit\u00e4t noch einmal voll zur Geltung zu bringen. Vom zarten Piano bis zum kraftvollen Anschlag wirkte die Brahms-Komposition wie die eines erfahrenen Pianisten, der die kr\u00e4ftige russische Schule mit deutscher Penibilit\u00e4t verbindet.<\/p>\n<p>Nach dieser Meisterleistung konnte es nur noch ein Betthupferl geben. Mit einer s\u00fc\u00dfen Nocturne entlie\u00df sie ihr Publikum, das sicher noch l\u00e4nger von dem Erlebnis zehren wird.\u201c<\/p>\n<p><em>SEGEBERGER ZEITUNG<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Raffiniert und rasant<\/h2>\n<p>&#8222;Mit diesem St\u00fcck Klavierwahnwitz erobern die meisten Pianisten ihr Publikum im Sturm: Franz Liszts Campanella-Et\u00fcde, die in 17 Jahren Verfeinerungsarbeit (!) auf Grundlage von Paganinis Teufelsgeigereien reifte. Doch wenn Shin-Heae Kang, das vielger\u00fchmte Kieler Ausnahmetalent, daf\u00fcr als Zugabe in die Tasten greift, geschieht das nicht allein nach dem \u00fcblichen H\u00f6rt-her-ich-kann-zaubern-Schema, sondern auch auf subtilere Weise.<\/p>\n<p>Die bescheiden auftretende Pianistin meidet n\u00e4mlich selbstgef\u00e4lliges Virtuosengedonner. Stattdessen adelt sie diese \u00fcbermenschliche ,Finger\u00fcbung\u2019 zum irrlichternen Nachtst\u00fcck, das vor\u00fcberhuscht wie ein faszinierendes Klangnebelbild. Solche Hintergr\u00fcndigkeit kommt auch Felix Mendelssohns erstem Klavierkonzert op. 25 zugute. Mit sicherem musikalischen Instinkt findet die 18-j\u00e4hrige Studentin beispielsweise im wunderbar zelebrierten langsamen Mittelsatz die heikle Balance zwischen Mozart-Schlichtheit und Romantik-Phatos. Zumal die Kieler Philharmoniker alles daran setzen, den sinfonischen Mantel entsprechend schmiegsam hinzu zu weben.\u201c<\/p>\n<p><em>KIELER NACHRICHTEN<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Feurig, melancholisch und auch heiter<\/h2>\n<p>&#8222;Erst 18 Jahre alt und schon eine meisterhafte Pianistin: Shin-Heae Kang spielte in der Christuskirche &#8211; Schwereloses Eintauchen in melancholische Klavierzyklen, dargeboten von einem musikalischen Wunderkind. In Bordesholm begann der Fr\u00fchling jetzt schon, als die Kieler Sch\u00fclerin Shin-Heae Kang zum Auftakt der Bordesholmer Fr\u00fchjahrskonzerte in der Christuskirche mit Werken von Bach, Schumann, Chopin und Brahms wieder einmal ihre fr\u00fchreife Genialit\u00e4t unter Beweis stellte.<\/p>\n<p>Erst 18 Lenze z\u00e4hlt sie, die symathische und bescheidene Shin-Heae, und doch spielt sie bereits wie eine alte Meisterin, die im Herzen zum Gl\u00fcck noch jung geblieben ist. Kaum zu z\u00e4hlen sind ihre Preise und Auszeichnungen in diversen Wettbewerben und auch die Aufnahmepr\u00fcfung f\u00fcr die Musikhochschule in Hannover hat die Sch\u00fclerin des Kieler Max-Planck-Gymnasiums bereits bestanden. Kein Wunder also, dass bei ihrem Bordesholmer Konzert nur musikalische Schwergewichte aufgef\u00fchrt wurden, von denen der alles beherrschende Thomaskantor Johann Sebastian Bach den Anfang machte. Gleich hier \u00fcberraschte Shin-Heae die rund 200 Besucher in der gut gef\u00fcllten Christuskirche mit einem flie\u00dfenden, unaufgeregten Bach, der in seiner melancholischen Darbietungsweise einmal nicht kirchlich-pomp\u00f6s, sondern eher beil\u00e4ufig daherkommt.<\/p>\n<p>Robert Schumanns ,Symphonische Et\u00fcden op. 13\u2019 lassen durch ihren Titelanhang (en forme de variations) strenge und f\u00fcr den H\u00f6rer unergiebige Exerzitien vermuten, doch Shin-Heae zeigte in ihrer konzentrierten Darbietung die ganze emotionale Bandbreite des Werkes, von flehentlich klagend bis heiter beschwingt. Widerspr\u00fcchlich und interessant wurde es auch bei Fr\u00e9d\u00e9ric Chopins &#8222;Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52&#8243; sowie seinem Nocturne b-Moll op. 9 Nr. 1&#8220;. In sage und schreibe 28 Variationen pr\u00e4sentierte Shin-Heae ein Thema des ber\u00fcchtigten Teufelgeigers und trifft dabei so ziemlich alle Stimmungen, die eine Klaviervirtuosin so anschlagen kann. Feurig und fantasievoll, melancholisch und heiter. Tief bewegt und fasziniert sa\u00dfen die Zuh\u00f6rer auf ihren Pl\u00e4tzen, ehe heftigster Applaus nicht nur eine obligatorische Zugabe forderte, sondern auch nur eine einzige, berechtigte Frage offen lie\u00df: Was soll man dieser K\u00fcnstlerin auf der Musikhochschule eigentlich noch beibringen?\u201c<\/p>\n<p><em>HOLSTEINISCHER COURIER<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Wie der junge Schumann &#8211; Shin-Heae Kang startete Fr\u00fchjahrskonzert-Saison<\/h2>\n<p>&#8222;Eindrucksvoller und erfolgreicher h\u00e4tte die neue Saison der Bordesholmer Fr\u00fchjahrskonzerte nicht beginnen k\u00f6nnen: In der nahezu vollbesetzten Christuskirche, deren Akustik f\u00fcr Klavier &#8211; und Kammermusik ja geeigneter ist als die ehrw\u00fcrdige Klosterkirche, gab am Sonntagnachmittag die gerade 18-j\u00e4hrige Kieler Pianistin Shin-Heae Kang ein fulminantes Konzert. Schon 2002 hatte sie am gleichen Ort gespielt. Jetzt feierten die begeisterten H\u00f6rer eine junge Pianistin, f\u00fcr die das Etikett &#8222;Nachwuchsk\u00fcnstlerin&#8220; inzwischen etliche Nummern zu klein ist. W\u00e4hrend viele Altersgenossen entweder noch mit den Nerven k\u00e4mpfen oder mit Technik und Temperament protzen, will Shin-Heae Kang (deren ph\u00e4nomenale pianistische Technik ganz au\u00dfer Frage steht) nur eines: Musik m\u00f6glichst konzentriert, phantasievoll und \u00fcberzeugend gestalten.<\/p>\n<p>Das zeigte gleich Johann Sebastian Bachs 3. Englische Suite. Statt das er\u00f6ffnende Pr\u00e9lude mit wirkungsvoll schwungvoller Motorik zu durchst\u00fcrmen, nahm sie den Satz im Tempo minimal zur\u00fcckhaltender, daf\u00fcr aber freier. Bachs gro\u00dfartige Stimmigkeit wurde hier und in den anschlie\u00dfenden Tanzs\u00e4tzen sensibel und fantasiereich zum Sprechen gebracht. Es war ein Auftakt zum Staunen und Hinh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Robert Schumanns Symphonische Et\u00fcden hatte die Pianistin nach einer minimalen Eingew\u00f6hnungsphase ebenfalls eindrucksvoll im Griff. Aber wie Shin-Heae Kang Schumanns Charaktere, die gespenstischen Bassfiguren, die pathetischen und virtuosen Passagen, die koboldhaften Akkordabst\u00fcrze oder das innige Liebesduett der vorletzten Variation zu gl\u00fchenden Klanggestalten modellierte, musste die Zuh\u00f6rer fesseln. Die gro\u00dfe Schlussvariation, bei der manche Pianisten nur noch zwischen Donnern und S\u00e4useln unterscheiden hatte bei Shin-Heae Kang hinrei\u00dfenden Schwung und Weitsicht &#8211; als habe der junge Schumann selbst (oder seine Braut Clara) am Fl\u00fcgel gesessen. Schon hier waren erst Bravos f\u00e4llig. Fr\u00e9d\u00e9ric Chopins hochkomplexe 4. Ballade und das fr\u00fche b-Moll-Nocturne op. 9 Nr. 1 profitierten nach der Pause ebenso von Shin-Heae Kangs Musikalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zum H\u00f6hepunkt des Konzertnachmittages wurden freilich Johannes Brahms\u00b4 Paganini-Variationen, die die Pianistin \u00fcbrigens in Bordesholm zum ersten Mal \u00f6ffentlich vortrug. F\u00fcr das pianistisch gnadenlose Werk hatte sie nicht nur Nerven wie Stahlseile. Nein, sie lie\u00df die H\u00f6rer schlicht vergessen, wie verteufelt schwer die pianistische Materie ist. Furchtlos nahm sie die vertrackten Sexten-, Oktav- und Sprungpassagen in Angriff, verwandelte sie in d\u00e4monischen Schwung, t\u00f6nte bei Wiederholungen die Stimmen neu ab und versenkte sich so nachhaltig in die intimen Variationen, dass man bei ihrem Brahms das Hier und Jetzt fast verga\u00df. Dieses Werk liegt ihr wirklich au\u00dferordentlich gut.<\/p>\n<p>So war in der Christuskirche ein faszinierendes Konzert mit einer bedeutenden K\u00fcnstlerin zu erleben &#8211; bedeutend nicht wegen ihres jugendlichen Alters, sondern wegen ihrer erstaunlich reifen und umfassenden Musikalit\u00e4t.&#8220;<\/p>\n<p><em>KIELER NACHRICHTEN<\/em>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shin-Heae Kang &#8211; Jede Menge Zwischent\u00f6ne &#8222;Wie sie alles auf die Reihe bekommt, ist ein R\u00e4tsel: Die 1987 in Kiel geborene Shin-Heae Kang geht als Oberprimanerin aufs Abitur zu, f\u00e4hrt jede Woche in die Musikhochschule Hannover, gibt Konzerte und hat eine CD aufgenommen, die demn\u00e4chst erscheint (Schubert, Schumann, Liszt). 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