2002

Pianistin Shin-Heae Kang – Feine Gespinste

„Da ist sie, Scarlattis Sonata f-moll K 466, seidenfein entspinnt sich ihr musikalisches Gewebe, in dem jeder Faden seine eigene liebvoll zugewiesene Bedeutung erhält, behutsam eingeknüpft in ein filigranes Ganzes. Eben diese Fäden zieht eine Fünfzehnjährige, Shin-Heae Kang, die unbeirrt von „authentischen“ Vorbildern ihren eigenen Weg mit dem italienischen Barockmeister zurücklegt. Katzenhaft geschwind und zart „erzählt“ sie Frédéric Chopins Ballade Nr. 2 F-Dur op. 38.

Noch größere Herausforderungen folgen: Franz Schuberts Wanderer-Phantasie C-Dur D 760 etwa. Das zierliche Mädchen am Flügel kokettiert nicht mit abgrundtiefer Gebrochenheit. Sie steckt ihrem Interpretationsrahmen die Grenzen, die von ihr erfahrbar und erfühlbar sind. Das Ergebnis sind klassische Dimensionen, von romantischer Empfindung lebensvoll angereichert.

In Beethovens Waldstein-Sonate op. 53 C-Dur berücken schwerelos perlende Sechzehntelpartien. Und ohne überdramatischen Oktavenaufschlag setzt die junge Pianistin kraftvoll charakteristische Marksteine. In Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 12 cis-moll zieht sie dann alle Register, lässt an klavieristischem Glanz leicht gestandene Kollegen hinter sich.“

KIELER NACHRICHTEN


Großer Ansturm auf eine hoffnungsvolle Pianistin

„Shin-Heae Kang begeisterte rund 200 Besucher im Bad Segeberger Bürgersaal – Fußballspiele fangen bisweilen später an, weil Besucher noch vor den Stadiontoren stehen. Eine ähnliche Situation gab es beim Klavierkonzert der jungen Pianistin Shin-Heae Kang im Bürgersaal des Rathauses. Um allen Besuchern einen Platz zu bieten, mussten zusätzliche Stühle aus dem Verschlag geholt werden, und der Vorsitzende des Konzert-Ringes Hellmuth von Brehm bedauerte, dass nicht genügend Programmzettel für die rund 200 Besucher vorhanden waren. Im Programm wurden „Glanzstücke der Klavierliteratur“ versprochen – und die gerade erst 15-jährige Musikerin, die als Tochter koreanischer Eltern in Kiel geboren wurde, erfüllte die hoch geschraubten Erwartungen.

Im Mittelpunkt ihres Vortrages standen Ludwig van Beethovens „Waldstein-Sonate“ und die „Wanderer-Fantasie“ von Franz Schubert als zwei umgfangreichere Kompositionen. Eingerahmt wurden sie durch Domenico Scarlattis „Sonata in f-moll“, Frédéric Chopins „Zweite Ballade in F-Dur“ und eine Nocturne sowie die „Ungarische Rhapsodie Nr. 12 cis-moll“ von Franz Liszt. Shin-Heae Kang, die in Kiel das Max-Planck-Gymnasium besucht und gleichzeitig an der Musikhochschule in Hannover studiert, zeigte sich als vielseitig-frische und unvoreingenommene Musikerin. Zart und gefühlvoll war ihr Anschlag bei Scarlattis kurzer Sonata. Zärtlich schien sie beim Chopin die Tasten zu berühren, um dann umso kräftiger die dramatischen Momente zu betonen. Die zierliche Musikerin, die als Pianistin und Gitarristin bei „Jugend musiziert“ schon mehrmals Preise gewonnen hat, beherrschte ruhige Passagen ebenso wie plötzliche Tempowechsel und kraftvolle Momente. Alles wirkte leicht und spielerisch.

Nachdem Shin-Heae Kang im vorigen Jahr schon Musikliebhaber im Vitalia-Seehotel erfreut hatte, dürfte sie nach ihrem Gastspiel im Bürgersaal noch weitere Anhänger gefunden haben. Auch für den Konzert-Ring und sein Konzept, Nachwuchs-Künstler zu präsentieren, war das Konzert eine tolle Werbung. Von der jungen Pianistin wird sicherlich noch viel zu hören sein. Neben der gesamten Bandbreite der klassischen Komponisten hat sie auch eigene kompositorische Ambitionen. In welche Richtung diese gehen, wollte sie allerdings noch nicht verraten. Als Instrument steht bei ihr das Klavier nun endgültig an erster Stelle.“

SEGEBERGER ZEITUNG


Klavierabend mit Shin-Heae Kang

„Sie ist noch sehr jung, aber schon ein perfekte Pianistin, die durch ihr Spiel und ihr Auftreten überall Begeisterung hervorruft. Die Rede ist von der Koreanerin Shin-Heae Kang.“

BASSES BLATT


Energie, Talent, Perfektion

„Konzert mit Preisträgern der Imbusch-Stiftung an der Musikhochschule – Die Interpretation der Ungarischen Rhapsodie Nr. 12 von Franz Liszt durch die Pianistin Shin-Heae Kang war ebenfalls eine große Leistung.“

LÜBECKER NACHRICHTEN


Auch schwere Gegner lässig überwunden

„Pianistin Shin-Heae Kang im virtuosem Zusammenspiel mit dem Collegium Musicum –  Die Hitze im Kieler Schloss schien mit einem Mal weniger drückend. Denn das Phänomen ließ die schweißtreibende Ungemütlichkeit aufs schnellste vergessen. Shin-Heae Kang, gerade einmal 15 Jahre alt und mehrfach preisgekröntes Ausnahmetalent aus Kiel, bewies einmal mehr, dass nichts ihrer musikalischen Erscheinung weniger entspricht als die Bezeichnung Wunderkind. Eine künstlerische Persönlichkeit, für die technische Perfektion bereits zum selbstverständlichen Grundgerüst gehört, zeigte hier eine interpretatorische Reife, die manchem ausgewachsenen Kollegen schlicht an die Wand gespielt hätte.

Shin-Heae Kang traf mit nachtwandlerischer Präzision den richtigen Ton, übte sich, wo geboten, mit perlender Sicherheit in klanglicher Zurückhaltung, brachte die Seiten träumerischer Versunkenheit zart zum Klingen und überzeugte im scherzosen Schlussteil mit geschwind leichtem Tanzschritt. Die Erwartungen für Franz Liszts Fantasie über ungarische Volksmelodien durften also entsprechend hoch sein, um dann übertroffen zu werden. Denn im Gegensatz zu manchem namhaften Tastenlöwen nahm das zarte Mädchen am Flügel den virtuosen Part ganz nebenbei als unüberhörbares Spielvergnügen und verlagerte ihren Akzent ganz auf die Herausarbeitung von Liszts ungaresken Themenkernen wie die Akzentuierung aparter Stimmungswechsel.“

KIELER NACHRICHTEN


 

„Shin-Heae Kang schwelgte ihrerseits im Klangrausch der „Rhapsodie espagnole“ von Franz Liszt mit einer technischen Reife, die auf das ohnehin hohe Niveau noch eins draufsetzte und wirklich Staunen machte.“

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG


Junge Pianistin überzeugte

„Shin-Heae Kang spielte wie eine „Alte“ – 14-jährige Pianistin begeisterte 200 Zuhörer in der Bordesholmer Christuskirche mit ihrem Konzert. Außerordentlich erfolgreich wurde die Reihe der Bordesholmer Frühjahrskonzerte fortgesetzt. Über 200 begeisterte Besucher lauschten in der Christuskirche der furiosen Darbietung der jungen Pianistin Shin-Heae Kang, die mit Werken von Scarlatti bis Prokofiew ein breit gefächertes Programm ablieferte. 14 Jahre jung, doch an Erfahrungen um ein Vielfaches höher, wer von kleinsten Kindesbeinen an nur für die Musik lebt, ist bekanntlich schon zu Beginn der Pubertät ein „Alter“. Shin-Heae, mit koreanischen Wurzeln und seit längerer Zeit in Schleswig-Holstein ansässig, bestätigt diese These einmal mehr und beweist, dass musikalisches Draufgängertum und die für ein Konzert notwendige Strenge durchaus zusammenpassen.

Domenico Scarlatti´s „Sonate K 466“ zeigt das Wunderkind bei der behutsamen Entfaltung einer getragenen, in moderatem Tempo gesetzten Melodie. Punktgenaue Akzentuierung und leichte Emphase kennzeichnen Shin Heaes Interpretation bei diesem leichtfüßigen Appetizer, ehe es beim nun folgenden Stück so richtig zur Sache geht. Ludwig van Beethovens „Zweiunddreißig Variationen über das Thema e-moll WoO 80“ verlangen der jungen Pianistin in puncto Konzentration und Wandlungsfähigkeit eine Menge ab. Von beherrschend, kräftig bis zu ungeheurem Temperament reicht das Spektrum dieser umfangreichen Stilübung in Sachen Ausdruck, die Shin Heae Kang erstaunlich souverän bewältigt.

Variationsartig geht es weiter, Fréderic Chopins „Etüdenkonglomerat opus 25“ ist ein gefundenes Fressen für jeden Pianisten, einmal in Dur und fünf Mal in Moll zu zeigen, das man an wechselnder Stimmung so drauf hat. Und genauso kommt es: Das wellenartige fließende Grundthema erfährt durch die beinahe schon traumwandlerisch sicheren Hände Shin-Heaes eine Note von trüber Melancholie, tiefer Sehnsucht oder großer Depression, sodass die anschließende Pause einer notwendigen Erholung der Künstlerin und auch der Zuhörer Not tat. Mit Chopin „Nocturne e-Moll“ und der „Ballade op. 38 F-Dur“ ging es dann wieder besinnlich weiter, ehe Shin-Heae Sergej Prokofiew ihre Aufwartung machte, und dies gleich in vierfacher Ausfertigung mit dessen „Sonate Nr. 7 op. 83“. Von furios bis lieblich, von sanft bis hart holt die kleine Große noch einmal das Letzte aus dem Flügel, um anschließend in einem wahren Jubelsturm zu baden, der in eine logische Zugabe mündete.“

HOLSTEINISCHER COURIER


 

„Da begann Shin-Heae Kang ihren Bach mit Wärme und Fülle im Klang, sauberen Arpeggien und einer klar und rund gestalteten Fuge in großer Schlichtheit. In der gis-moll Etüde von Chopin ließ sie sich vom Schwung der linken Hand davontragen. […] die „Spanische Rhapsodie“ von Liszt, versetzte sie in die höfische Welt eines historischen Tanzes und ließ dann einen vielstimmigen Reigen von Kastagnettenwirbeln und spinnwebfeinen Figuren entstehen.“

SCHWÄBISCHE ZEITUNG


Hochachtung stellt sich ganz alleine ein

„Shin-Heae Kang begeisterte in der Sparkasse Kiel – So müsste man Klavier spielen können – Fingerfertige Virtuosen trifft man in dem Alter häufiger an – ausdrucksstarke Musikerpersönlichkeiten eher selten: 15-jährige Kielerin Shin Heae Kang begeisterte am Mittwochabend auf dem, Podium der Jungen’ des Vereins der Musikfreunde mit einem facettenreich durchgestalteten Klavierabend – Wohlwollen kann mit dem Wintermantel an der Gaderobe abgegeben werden: Man muss dieser vor 15 Jahren in Kiel geborenen Pianistin keinen Jugend-Bonus mitgeben, muss auch keinen Lokalpatriotismus pflegen. Man braucht nur hinzuhören. Hochachtung stellt sich von ganz alleine ein. Gelegenheit, Shin-Heae Kang zu hören bot am Mittwoch Abend der zweite „Meisterklasse“-Konzertabend des Vereins der Musikfreunde, der in der kooperierenden Sparkasse am Lorentzendamm bestens besucht war.

Die Max-Planck-Schülerin fesselte mit ihrem hochgradig feinsinnigen, mental und physisch scheinbar unermüdlichen Spiel. Denn wenn sich andere Pianisten (auch die besseren und besten unter ihnen) schon durch Franz Schuberts manuell und musikalisch immens anspruchsvolle Wandererfantasie ackern, vergessen sie allzu oft zweierlei: Erstens, dass es sich um eine frei atmende Fantasie, und zweitens keineswegs um eine Lautstärke- und Geschwindigkeitsolympiade handelt.

Shin Heae Kang dagegen spielt echten Schubert, baut behutsam aber bestimmt auf, modelliert Melodiezüge, gibt selbst dem leicht brutal geratenden Finalthema agogische Kontur – ohne es je an Kraft und Virtuosität fehlen zu lassen. Solches Einfühlungsvermögen, vorgeführt auf einem eher bockig-zweitklassigen Instrument spiegelt auch die eher unkonventionelle Repertoire-Auswahl wieder: Zum Einstieg nahm sich Kang aus Bachs Wohltemperiertem Klavier nicht etwa einen gängigen „Schlager“, sondern Präludium und Fuge es-Moll vor und zelebrierte sie mit versonnener Ruhe.

Auch in Beethovens c-Moll-Variationen WoO 80 interessiert sie eben nicht nur die prahlerische Vehemenz, mit der das Thema verändert wird, sondern auch die Moll-Eintrübungen. Und es ist bezeichnend, dass die Schwierigkeiten, die Chopin in seinen Etüden op. 25 auftürmt, bewältigt, die Stückcharaktere weitgehend herausgestellt wurden, aber gerade die grüblerische cis-Moll-Etüde besonders eindrucksvoll gelang.

Der Höhepunkt des kraftraubenden Konzerts stand da noch aus: In Sergej Prokofjews Siebter Sonate B-Dur op.83 übertraf sich Kang selbst, setzte Pointen und schärfte Kontraste im Kopfssatz, tauchte das Andante caloroso (!) in adäquat warm strömendes Legato und zündete schließlich im Finale ein imposantes Rhythmus-Feuerwerk voller Energie. Zugaben von Scarlatti und Liszt entließen begeisterte Zuhörer“

KIELER NACHRICHTEN


14-jährige Pianistin begeisterte die Segeberger

„Sie ist erst 14 Jahre jung, aber schon eine meisterhafte Pianistin: Shin-Heae Kang begeisterte ihr Publikum beim Konzertabend im Vitalia Seehotel. Virtuos spielte die Koreanerin aus Kiel klassische Klavierstücke – und das ganz ohne Noten – „Bravo“-Rufe und eine Menge Applaus des Segeberger Publikums erhielt die 14-jährige Pianistin Shin-Heae Kang bei ihrem Konzert im Vitalia Seehotel. Virtuos spielte die junge Koreanerin aus Kiel klassische Klavierstücke auf dem Konzertflügel. Die Zuhörer waren begeistert, von einer derart jungen Künstlerin eine so professionelle Musikdarbietung zu hören. Ihr erstes abendfüllendes Klavierkonzert gab sie schon im Alter von neun Jahren, zudem ist sie bereits auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich gewesen.

In Bad Segeberg führt die junge Künstlerin die Zuhörer durch Stücke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Franz Liszt und Frédéric Chopin, und das ohne einzige Note vor Augen. Hochkonzentriert und ohne jegliche Fehler spielte die Kielerin den schwarzen Konzertflügel. Mal hämmerte sie regelrecht auf das Instrument ein, spielte kraftvoll und energiegeladen, dann wieder sanft und leise. Ein Eindruck wurde beim Publikum wach: Ein solches Klavierspiel ist nicht erlernbar, Shin-Heae besitzt eine natürliche Begabung und ein außerordentliches Talent wie nur wenige.“

LÜBECKER NACHRICHTEN